Schutz gegen Gewalt

Es ist dein Recht, ohne Gewalt zu leben. Gewaltschutz bedeutet: du kannst Hilfe und Schutz vom Staat bekommen, wenn dich jemand bedroht, verletzt oder verfolgt. Außerdem gibt es Beratungsstellen und Projekte, die vom Staat finanziert werden, um Menschen bei Gewalterfahrungen zu unterstützen.

Welche Formen von Gewalt gibt es, und wie kann ich sie erkennen?

    Gewalt ist nicht immer sofort erkennbar. Darum ist es wichtig, die Zeichen zu kennen. So merkst du schneller, wenn du Hilfe brauchst. Oft treten mehrere Gewaltformen gleichzeitig auf und lassen sich nicht immer klar voneinander trennen. Hier findest du Beispiele für Situationen, in denen Gewalt passiert.

  • Körperliche Gewalt

    Körperliche Gewalt ist, wenn eine Person deinen Körper verletzt oder dich an der Bewegung hindert, zum Beispiel:

    • Eine Person schlägt, stößt oder tritt dich
    • Eine Person hält dich am Hals fest und nimmt dir die Luft weg
    • Eine Person hält dich fest, damit du dich nicht bewegen kannst
    • Eine Person wirft Gegenstände nach dir oder verletzt dich durch „Unfälle“, die keine Unfälle sind
    • Eine Person verschließt Räume und verhindert, dass du die Wohnung verlässt
    • Eine Person hindert dich daran, medizinische Hilfe zu holen
  • Psyschische / emotionale Gewalt

    Psychische Gewalt greift deine Gefühle, dein Selbstwertgefühl oder deine seelische Stabilität an, zum Beispiel:

    • Eine Person beleidigt dich, beschämt dich oder schreit dich regelmäßig an
    • Eine Person kritisiert deine Sprache, Herkunft oder Religion und macht dich klein
    • Eine Person nutzt deinen unsicheren Aufenthalt aus, um dir Angst zu machen (zum Beispiel durch die Drohung, dich anzuzeigen) oder dich zu Handlungen zu zwingen
    • Eine Person kontrolliert deinen Tagesablauf: Schlafzeiten, Kleidung, Kontakte...
    • Eine Person ignoriert dich absichtlich über längere Zeit, um dich zu bestrafen („Silent Treatment“)
    • Eine Person gibt dir die Schuld an der Gewalt, obwohl du Opfer davon bist (Schuldumkehr)
    • Eine Person verdreht die Wahrheit immer wieder. Dadurch zweifelst du an deiner Wahrnehmung („Gaslighting)
       
  • Sexuelle Gewalt und Missbrauch

    Sexuelle Gewalt ist, wenn eine Person dich zu sexuellen Handlungen zwingt, zum Beispiel:

    • Eine Person zwingt dich zu Sex oder berührt dich gegen deinen Willen
    • Eine Person nutzt Angst, Druck oder Abhängigkeit aus, um Sex von dir zu verlangen
    • Eine Person respektiert dein Nein nicht und drängt dich so lange, bis du nachgibst
    • Eine Person droht, intime Fotos oder Informationen über dich zu veröffentlichen
    • Eine Person verlangt Sex als Gegenleistung für Geld, Unterkunft oder Aufenthalt
    • Eine Person zwingt dich zu Verhütung oder verbietet sie dir
  • Wirtschaftliche / finanzielle Gewalt

    Finanzielle Gewalt macht dich abhängig oder kontrolliert deine Lebensgrundlage, zum Beispiel:

    • Eine Person nimmt dir Geld, Bankkarte oder wichtige Dokumente weg
    • Eine Person verbietet dir, zu arbeiten oder ein eigenes Konto zu haben
    • Eine Person gibt dir kein Geld für Essen oder andere wichtige Dinge
    • Eine Person macht Schulden auf deinen Namen
    • Eine Person droht dir mit Geld, Aufenthalt oder Abhängigkeit, um dich zu kontrollieren
  • Digitale Gewalt

    Digitale Gewalt nutzt Technik, um dich zu kontrollieren oder zu bedrohen, zum Beispiel:

    • Eine Person liest deine Nachrichten oder verlangt deine Passwörter
    • Eine Person verfolgt deinen Standort über Apps. Warnsignale können sein: eine andere Person weiß sehr viel über deine Nachrichten, Termine oder deinen Standort
    • Eine Person belästigt dich, indem sie dir ständig Nachrichten schickt, um dich unter Druck zu setzen. Zum Beispiel, sie fragt ständig nach oder löst bei dir Schuldgefühle aus
    • Eine Person veröffentlicht private Fotos, zum Beispiel in sozialen Medien, oder droht mit Veröffentlichung
    • Eine Person sperrt dich aus E-Mail-Konten, sozialen Medien oder Cloud-Speichern aus
    • Eine Person veröffentlicht persönliche Informationen über dich im Internet, ohne deine Erlaubnis („Doxing“)
    • Eine Person schreibt abwertende, beleidigende oder diskriminierende Aussagen über dich, häufig als anonyme Kommentare oder Posts in sozialen Medien („Hate Speech“). Ein zentrales Warnsignal ist, wenn man das eigene Onlineverhalten stark einschränkt, weil man befürchtet, bloßgestellt zu werden
    • Eine Person stiehlt deine „Online-Identität“, um deine persönlichen Konten zu nutzen, zum Beispiel dein Online-Banking oder soziale Medien
  • Soziale Gewalt

    Soziale Gewalt trennt dich von deinem Umfeld, zum Beispiel:

    • Eine Person verbietet dir, Freund:innen oder Verwandte zu treffen
    • Eine Person begleitet dich überall und lässt dich nie allein sprechen
    • Eine Person verhindert, dass du Sprachkurse oder Beratung wahrnimmst
    • Eine Person sagt anderen falsche Dinge, um dich zu isolieren
    • Eine Person verbietet dir religiöse, kulturelle oder soziale Aktivitäten. Ein zentrales Warnsignal ist, wenn man sich ständig rechtfertigt oder Situationen vermeidet, um „keinen Ärger“ auszulösen
  • Häusliche Gewalt

    Häusliche Gewalt umfasst alle Gewaltformen innerhalb von Beziehungen oder Familien, zum Beispiel:

    • Ein:e Partner:in schlägt dich
    • Ein Familienmitglied bedroht dich, weil du andere Entscheidungen treffen willst
    • Ein:e Partner:in kontrolliert dein Geld, Handy und soziale Kontakte
    • Eine Person zerstört Dokumente, damit du die Wohnung nicht verlassen kannst
    • Gewalt, zum Beispiel körperlich oder emotional, passiert vor oder gegen deine Kinder
  • Androhung von Gewalt

    Drohungen sind selbst Gewalt. Sie schüchtern ein und zielen darauf ab, Kontrolle über die betroffene Person zu gewinnen, zum Beispiel:

    • „Wenn du gehst, tue ich dir etwas an.“
    • „Ich nehme dir die Kinder weg.“
    • „Ich melde dich bei der Ausländerbehörde .“
    • „Ich sage deiner Familie alles über dich.“
    • „Ich verletze mich, wenn du Schluss machst.“

Wie trifft Gewalt unterschiedliche Menschen?

    Manchmal wirst du angegriffen, weil andere dich zu einer bestimmten Gruppe zählen. Das kann zum Beispiel mit Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung zusammenhängen. So wollen sie Macht über dich haben. Oft wollen sie verhindern, dass du Hilfe bekommst. Hier findest du Informationen dazu, wie diese Muster aussehen können.

  • Gewalt gegen Frauen

    Gewalt häufig, aber nicht ausschließlich, im nahen Umfeld, besonders in aktuellen oder früheren Partnerschaften. Häufig folgt Gewalt einem Muster von „Macht und Kontrolle“, bei dem Kontrolle früh beginnt und Übergriffe mit der Zeit eskalieren können. Die Gefahr ist oft besonders groß, wenn eine Frau sich trennen will. Dann eskaliert die Gewalt oft. Auch im Internet gibt es Formen von Gewalt die Frauen besonders betreffen, zum Beispiel Cyberstalking oder gefälschte Bilder („Deepfakes“).

  • Gewalt gegen LSBTIQ+-Personen

    Gewalt gegen LSBTIQ+-Personen geschieht oft aus Hass gegen die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität (Gewalt wegen Hass). Besondere Gefahren sind Drohungen mit einem Zwangs-Outing oder der Druck zu sogenannten „Konversions-Therapien“. Auch schwere Formen wie „korrektive Vergewaltigungen“ oder Gewalt im medizinischen Bereich – zum Beispiel die Verweigerung einer notwendigen Behandlung – sind spezifische Risiken für diese Gruppe.

  • Rassistische Gewalt

    Diese Gewalt richtet sich gegen die Herkunft, Religion oder das Aussehen eines Menschen und geschieht oft im öffentlichen Raum oder im Internet (Hassnachrichten). Die Angriffe richten sich nicht nur gegen eine Person, sondern gegen alles, wofür sie steht – zum Beispiel ihre Kultur oder ihren Glauben. Eine Besonderheit ist die psychische Belastung durch die ständige Botschaft „Du gehörst nicht dazu“, was dazu führt, dass Betroffene bestimmte Orte aus Angst meiden. Oft führt das dazu, dass sich Betroffene an öffentlichen Orten nicht mehr sicher fühlen oder Angst haben, Hilfe zu suchen.

  • Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

    Kinder und Jugendliche erleben körperliche oder psychische Gewalt oft in der Familie oder in Institutionen wie Schulen und Heimen. Eine Besonderheit ist die sexualisierte Gewalt, die häufig online beginnt und mit dem Zwang zu Geheimnissen oder Erpressung verbunden ist. Im digitalen Raum ist zudem Cybermobbing ein großes Problem, das zu sozialem Ausschluss führen kann.

  • Gewalt gegen Personen mit Behinderung

    Gewalt gegen Menschen mit Behinderung findet oft in Pflege- oder Betreuungs-Situationen statt. Das Besondere ist die große Abhängigkeit: Täter:innen nutzen ihre Rolle als Helfer aus, um Macht auszuüben, zum Beispiel durch absichtlich grobe Pflege oder Zwangs-Medikation. Häufig wird über den Kopf der Betroffenen hinweg entschieden (Fremdbestimmung) oder der Zugang zu wichtigen Hilfsmitteln und Kommunikation kontrolliert.

  • Gewalt gegen ältere Personen

    Gewalt gegen ältere Menschen passiert meistens in der Familie oder bei der Pflege. Oft geht es um Geld: Die Person wird gedrängt, ihr Erbe oder ihr Konto abzugeben. Ein anderes großes Problem ist, dass die Person nicht gut versorgt wird – zum Beispiel bekommt sie nicht genug zu essen oder keine Hilfe beim Waschen. Täterinnen drohen auch oft: „Wenn du nicht machst, was ich will, kommst du ins Heim.“

Wichtig

Auch wenn Kinder die Gewalt nicht direkt gegen sich selbst erfahren, wenn sie Gewalt an anderen mitbekommen, erleben sie das wie eigene Gewalt. Das macht Kindern große Angst, bedeutet Dauerstress und kann ihrer Entwicklung schwer schaden. Ein zentrales Warnsignal ist, wenn sie aus Angst ihr Verhalten plötzlich stark verändern oder Geheimnisse bewahren müssen.

Was kann ich im Notfall in Berlin sofort tun?

  • Wenn du akut in Gefahr bist und sofort Schutz brauchst

    Rufe die Polizei (24/7): 110 

    Die Polizei kann Schritte einleiten, um dich sofort zu schützen. Sie kann die Person, die dir Gewalt angetan hat, der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot oder Betretungsverbot anordnen. Sie kann auch eine Strafanzeige erstellen und Hinweise geben, was die nächsten Schritte sind. 
    Die Polizei kann den/die Täter:in warnen oder verbieten, dich zu kontaktieren. Im Notfall kann die Polizei den Täter sogar für kurze Zeit einsperren, damit du sicher bist. 

    Rufe den Rettungsdienst / Feuerwehr (24/7): 112 

    Der Rettungsdienst und die Feuerwehr können sofort medizinisch helfen. Sie versorgen akute Verletzungen, leisten Notfallhilfe und bringen dich bei Bedarf ins Krankenhaus. 

    Rufe den Berliner Krisendienst (24/7):030 390 63 00  

    Der Berliner Krisendienst bietet mehrsprachige Unterstützung und sofortige psychologische Krisenhilfe an.

  • Wenn du medizinische Hilfe brauchst oder Gewalt dokumentieren willst

    Krankenhäuser / Notaufnahmen

    Bei allen Krankenhäusern und Notaufnahmen erhältst du sofort medizinische Versorgung. Das Krankenhaus kann, wenn du einverstanden bist, Verletzungen dokumentieren.

    Krankheit und Unfall

    Gewaltschutzambulanz der Charité: 030 450 570 270

    Die Gewaltschutzambulanz der Charité kann deine Verletzungen untersuchen und vertraulich dokumentieren. Du kannst dort auf Deutsch und Englisch kommunizieren, und die Charité kann auch eine Sprachmittlung organisieren. Sie sind unter der Woche erreichbar.

  • Notfallangebote für bestimmten Gruppen

    Spezielle Hilfsangebote für Frauen und FLINTA*

    • Rufe Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (24/7): 116 016 
      Das Hilfetelefon bietet anonyme, kostenfreie Krisenberatung an, auch mehrsprachig.
    • Rufe BIG Hotline (24/7): 030 611 03 00
      Die BIG Hotline bietet anonyme und mehrsprachige Beratung an, wenn du Unterstützung gegen häusliche Gewalt brauchst. Du kannst dich auch melden, wenn du unsicher bist, was du tun sollst. Über die BIG Hotline können Frauen und ihre Kinder einen Platz in einem Frauenhaus bekommen, wenn sie in ihrem Zuhause von Gewalt bedroht sind und sich nicht sicher fühlen. Ein Frauenhaus ist ein geschützter Ort für Frauen und ihre Kinder, wenn sie zu Hause nicht sicher sind. Die Adresse des Frauenhauses ist geheim, damit der gewalttätige Partner die Frauen dort nicht finden kann.

    Spezielle Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche

    • Rufe Hotline Kindernotdienst (24/7): 030 6100 61
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Kinder bis 13 Jahre alt an, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind. 
    • Rufe Hotline Jugendnotdienst (24/7): 030 6100 62
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Jugendliche an, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind. 
    • Rufe Hotline Mädchennotdienst (24/7): 030 6100 63
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Mädchen an, junge Frauen FLINTA* zwischen 12 und 20 Jahre alt, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind.
    • Rufe Hotline Kinderschutz (24/7): 030 6100 66
      Diese Hotline ist für alle Menschen da, die sich Sorgen um Kinder oder Jugendliche machen.

Wie kann ich Gewalt richtig dokumentieren?

Wenn du Gewalt erlebst, hilft es, Beweise zu sammeln. Das ist wichtig, falls du Hilfe brauchst – zum Beispiel bei der Polizei, beim Gericht oder bei einer Beratungsstelle. Eine gute Dokumentation hilft dir dich zu schützen, zum Beispiel wenn du ein Kontaktverbot beantragen willst. Das kannst du tun:

  • Mach Fotos von Verletzungen oder beschädigten Gegenständen nach dem Vorfall. Dafür ist es wichtig, dass du alle Schmerzen und alle Beschwerden genau beschreibst, die du bemerkst
  • Speichere Chatverläufe, Sprachnachrichten, Anruflisten, Voicemails, Social-Media-Nachrichten, E-Mails, Standortverläufe, Kalendereinträge... die mit der Gewalthandlung zusammenhängen. Lass immer das Datum und Uhrzeit sichtbar
  • Notiere Datum, Uhrzeit und kurze
  • Halte fest, ob es Zeug:innen des Vorfalls gibt, zum Beispiel Nachbar:innen

Die Dokumentation kann gemacht werden, und du entscheidest selbst, ob du (jetzt oder später) eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten möchtest.

Wie kann ich mich wehren?

In Deutschland gibt es Gesetze, die dich vor Gewalt schützen. Du hast verschiedene Möglichkeiten aktiv zu werden, zum Beispiel:

  • Du kannst die Polizei kontaktieren. Die Polizei kann den/die Täter:in sofort aus der Wohnung schicken (Wohnungsverweisung). Er/sie muss seinen Schlüssel abgeben und darf meistens 10 bis 14 Tage lang nicht zurückkehren. Bei der Polizei kannst du auch eine Strafanzeige stellen.
  • Du kannst das Jugendamt kontaktieren. Wenn Kinder involviert sind, passt das Jugendamt auf, dass sie sicher sind. In Notfällen können sie Kinder an einem sicheren Ort unterbringen (Inobhutnahme).
  • Du kannst einen Antrag auf Gewaltschutz beim Familiengericht stellen. Die entscheiden sehr schnell (oft innerhalb weniger Tage) über Schutzmaßnahmen, wenn es um einen Notfall geht. Der Antrag auf Gewaltschutz kann Geld kosten, zum Beispiel für das Familiengericht, eine Anwält:in oder für eine Dolmetscher:in. Wenn du das nicht bezahlen kannst, kannst du beim Familiengericht Hilfe beantragen, damit die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden. Das kannst du hier beantragen:

    Prozess- und Verfahrenskostenhilfe beantragen | Serviceportal

  • Du kannst gerichtlichen Schutz auch bekommen, wenn du vorher keine Strafanzeige gemacht hast. Hier findest du alle Informationen rund um das Antragstellung:
    Schutz gegen Gewalt beantragen | Bundesportal

Beratungsstellen, Rechtsanwält:innen oder Organisationen der Opferhilfe oder für bestimmte Gruppen (Frauen und FLINTA*, LSBTIQ+) sind auf solche Situationen spezialisiert. Sie begleiten dich durch den ganzen Ablauf. Du kannst den Antrag zwar allein stellen, aber mit ihrer Hilfe bist du während des Verfahrens nicht allein. Sie beraten dich auch dabei, wenn dein Aufenthalt von der Person abhängig ist, die Gewalt ausübt.

Beratung

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Orte in dieser Karte

frauenraum

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Fachberatungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt

Frauen erleben körperliche, sexuelle und seelische Gewalt in ihrer Ehe bzw. Partnerschaft. In diesem privaten Umfeld, das Vertrauen und Geborgenheit vermitteln sollte, sind Frauen und Kinder besonders oft körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt.

Angst, Scham und Schuldgefühle machen es schwer, über das Erlebte zu reden. In dieser Situation bieten wir Frauen Hilfe und Unterstützung an.

Angebote

Beratung:

  • telefonisch und persönlich
  • Unterstützung bei der Klärung der aktuellen Situation
  • emotionale Entlastung und die Möglichkeit in Ruhe die eigene Situation zu überdenken

Information und Unterstützung zu:

  • polizeilicher Weisung
  • Anträgen nach dem Gewaltschutzgesetz, wie Zuweisung der Wohnung, Schutzanordnungen
  • Anzeigenerstattung und Strafverfahren
  • rechtlichen und finanziellen Fragen, wie Sorge- und Umgangsrecht, Scheidungs- und Unterhaltsrecht, ALG II, Aufenthaltsrecht

Vermittlung an:

  • Frauenhäuser und Zufluchtswohnungen
  • Behörden und andere soziale oder weiterführende Einrichtungen

Die Angebote sind kostenlos und anonym, sowie nach Absprache auch mit einer Dolmetscherin möglich.

Adresse

Torstraße 112
10119 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Beratung Dienstag 12 - 18 Uhr Donnerstag 9 - 15 Uhr Freitag 11 - 14 Uhr Rechtsberatung jeden Dienstag (nur mit Terminabsprache) 15.30 - 18.30 Uhr (mit Kinderbetreuung) Psychologische Beratung nach Absprache

Träger
Frauen für Frauen in Konflikt- und Gewaltsituationen e.V.
Telefon
+49 30 448 45 28

Frauentreffpunkt

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Fachberatungs- und Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt

Körperliche, psychische, sexualisierte, soziale und ökonomische Gewalt gegen Frauen wird überwiegend im vermeintlich sicheren Zuhause, in Ehe und Partnerschaft erlebt.

Unsere Beratungs- und Unterstützungsangebote für Frauen umfassen

  • Persönliche oder telefonische Beratung bei häuslicher Gewalt
  • Krisenintervention und Sicherheitsplanung
  • Hilfe bei der Suche nach Schutzunterkünften und anderen Wohnmöglichkeiten
  • Längerfristige, psychosoziale Beratung und Begleitung
  • Informationen über polizeiliche und rechtliche Möglichkeiten
  • Informationen zu anderen Beratungsmöglichkeiten, Selbsthilfegruppen, Ärztinnen, Therapeutinnen, Rechtsanwältinnen etc.
  • Begleitung und Unterstützung bei Terminen in Ämtern und Behörden und bei der Wohnungssuche
  • Beratung für professionelle und private Unterstützer*innen, Kooperation und Vernetzung
  • Psychologisch angeleitete Frauen-Gruppe (dienstags 16:30 – 18:00 Uhr),
  • Kostenlose Rechtsberatung durch eine Rechtsanwältin (mittwochs 12 – 15 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung)
Adresse

Selchower Straße 11
12049 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 17:00 Dienstag und Mittwoch 10:00 – 16:00 Donnerstag 14:00 – 19:00 Beratungstermine nach Absprache

Träger
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin
Telefon
49 30 622 2260 oder +49 30 621 2005
Internationales Bildungs- und Beratungszentrum für Frauen und Fachberatung für von Gewalt betroffene Migrantinnen

HÎNBÛN ist ein Ort interkulturellen Lernens, an dem einheimische Frauen und Immigrantinnen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt und Austausch treten, ‘Neues erfahren’ und so einander besser kennenlernen.

Hier finden Frauen umfassende Beratung in sozialen, persönlichen, gesundheitlichen und aufenthaltsrechtlichen Fragen, können Bildungswünsche verwirklichen, an Informations- oder Kulturveranstaltungen und Gruppenaktivitäten teilnehmen sowie diese selbst organisieren.

Adresse

Brunsbütteler Damm 17
13581 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Rechtsberatung (wöchentlich) nach Terminvereinbarung Montag 9:30 - 13:00 Uhr Gruppenangebote und 14:00 - 16:00 Uhr offene Beratung Dienstag 10:00 - 12:00Uhr Gruppenangebote und 14:00 - 16:00 Uhr Beratung nach Terminvereinbarung Mittwoch: 9:30 - 13:00 Uhr Gruppenangebote sowie Beratung nach Terminvereinbarung Donnerstag: 10:00 - 14:00 Uhr offene Beratung Freitag: 10:00 - 12:00 Uhr sowie 14:00 - 16:00 Beratung nach Terminvereinbarung

Träger
Evangelischer Kirchenkreis Spandau
Telefon
+49 30 336 66 62

LesMigraS

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Antigewalt- und Antidiskriminierungsbereich der Lesbenberatung Berlin

Wir bieten Beratung für Lesben, bisexuelle Frauen, trans*, inter*, nicht-binäre und queere Menschen an. Wir beraten dich kostenlos, vertraulich und parteilich.

Wir beraten zu den Themen:

  • Gewalt
  • Diskriminierung
  • Gewalt in lesbischen und queeren Beziehungen
  • Polizeigewalt
  • Flucht und Asyl
  • Rechtsberatung zu Asyl, Aufenthalt, binationalen Partnerschaften/Ehen, Familienrecht
Adresse

Kulmer Straße 20a
10783 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Montag 11 – 14 Uhr Dienstag 14 – 17 Uhr Mittwoch 10 – 13 Uhr + 14 – 17 Uhr Donnerstag 15 – 18 Uhr

Träger
Lesbenberatung Berlin e.V. - Ort für Kommunikation, Kultur, Bildung und Information e.V.
Telefon
+49 30 21915090

Mädchenberatung

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Wildwasser - Arbeitsgemeinschaft gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen

Wir beraten nach telefonischer Voranmeldung:

  • Mädchen und junge Frauen (bis 27 Jahre alt), die sexuelle Gewalt erlebt haben oder sich davon bedroht fühlen
  • Mütter und andere unterstützende Personen
  • professionelle Helferinnen und Helfer

Außerdem informieren und beraten wir professionelle Helferinnen und Helfer durch:

  • Informationsveranstaltungen
  • Fortbildungsveranstaltungen
  • Fachberatungen nach §8a SGB VIII
  • Fallsupervision

Sprachmittlung in weitere Sprachen kann durch die Unterstützung durch Dolmetschende abgedeckt werden.

Adresse

Petersburger Str. 31
10249 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Mo, Do und Fr 10 bis 14 Uhr Di 14 bis 17 Uhr Mi 14 bis 16 Uhr

Träger
Wildwasser e.V.
Telefon
+49 30 282 44 27

Mobile Beratung für geflüchtete Frauen, trans*, inter* und non-binary Personen

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Beratung für gewaltbetroffene Frauen, trans*, inter* und non-binary Personen unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus

Die Mobile Beratung von LARA ist ein kostenloses Angebot für geflüchtete Frauen, trans*, inter* und non-binary Personen, die von Gewalt betroffen sind.

Wir beraten, begleiten und informieren parteilich und vertraulich, unabhängig davon, wie lange die Gewalttat(en) zurückliegen. Auch nach Jahren kann erlittene Gewalt körperliche und psychische Folgen für die Betroffenen haben. Sie können sich an uns wenden, wenn Sie Betroffene von Gewalt waren oder aktuell noch sind.

  • Körperliche Gewalt ( z. B. Schubsen, Schlagen, Würgen, Treten, Einsperren)
  • Sexualisierte Gewalt (obszöne Witze und Kommentare, unerwünschte, Berührungen bis hin zu Vergewaltigung)
  • Psychische Gewalt (z. B. Bedrohen, Beschimpfen, Erpressen, Kontrollieren, Isolieren)
  • Menschenhandel (Sie werden gegen Ihren Willen gezwungen zu arbeiten.)

Die Mobile Beratung findet statt

  • bei der Beratungsstelle LARA,
  • in Flüchtlingsunterkünften,
  • oder an anderen Orten, die Sie wünschen.

Sie entscheiden, wo Sie beraten werden möchten!

Adresse

Fuggerstraße 19
10777 Berlin
Deutschland

Träger
LARA - Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen* e. V.
Telefon
+49 30 - 216 30 23

Onlineberatung SIBEL für Frauen

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Schutz und Beratung in Fällen von familiärer Gewalt, Zwangsverheiratung und Verschleppung

Schutz und Hilfe für Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund, die aufgrund kultureller und familiärer Konflikte von zu Hause geflohen sind und von ihren Familien bedroht werden.

Die Onlineberatung SIBEL ist anonym, vertraulich und kostenlos.

Wir bieten Beratung und Hilfe für Mädchen und junge Frauen, LGBTI*Q und Paare, die Probleme mit ihren Familien haben. Außerdem beraten wir professionell und privat Helfende, die Betroffene unterstützen wollen. Wir beraten in den Sprachen Deutsch, Englisch und Türkisch.

Insbesondere beraten wir…

  • bei Zwangsheirat
  • bei Kontrolle, Bedrohung und Gewalt
  • bei Verschleppung ins Ausland
  • wenn du dich anders fühlst
  • LGBTI*Q
  • Paare, die sich nicht lieben dürfen
  • professionell und privat Helfende

Hier direkt zur Onlineberatung: https://papatya.org/onlineberatung-sibel/

Adresse

Mindener Str. 14
10589 Berlin
Deutschland

Träger
Papatya
Telefon
+493 0 61 00 62

Opferhilfe Berlin

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Beratungsstelle für Opfer von Straftaten

Wir unterstützen die Opfer dabei, nach der Tat zur Ruhe zu kommen. In unserer Beratungsstelle finden Betroffene eine angenehme Atmosphäre und ausreichend Raum, um über die Themen und Gefühle zu sprechen, die sie im Zusammenhang mit der erlebten Tat bewegen und belasten – unabhängig davon, ob es sich um Mobbing, einen Einbruch oder Überfall, Nachstellung/Stalking oder um häusliche Gewalt handelt. Auf dieser Basis erläutern und erarbeiten wir gemeinsam mit ihnen die nächsten Schritte und unterstützen sie bei der Umsetzung ihrer Anliegen.

Adresse

Oldenburger Straße 38
10551 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Mo. - Fr. 10 - 13 Uhr Di. & Do. 15 - 18 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Träger
Opferhilfe Berlin e.V.
Telefon
+49 30 395 28 67
Beratungsstelle für Opfer rechter und rassistischer Gewalt

ReachOut ist eine Beratungsstelle für Opfer rechter und rassistischer Gewalt in Berlin. Wir unterstützen und beraten auch Angehörige, Freundinnen der Opfer und Zeuginnen eines Angriffs. Folgendes bieten wir an:

  • psychosoziale Beratung und emotionale Unterstützung nach einem Angriff
  • Vermittlung von therapeutischen Angeboten und weiteren Beratungsstellen, z.B. bei aufenthaltsrechtlichen Problemen
  • Entscheidungshilfen und Unterstützung zum weiteren Vorgehen, zu juristischen Möglichkeiten und bei der Suche nach Rechtsanwält*innen
  • Beratung über finanzielle Unterstützung (Prozesskostenhilfe, Entschädigungszahlungen etc.)
  • Vor- und Nachbereitung von Gerichtsverfahren
  • Begleitung zu Polizei, Behörden, Gerichtsterminen, Ärzt*innen
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Pressemitteilungen über Angriffe, Veranstaltungen),
  • Informationen und Bildungsveranstaltungen zu Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus in Berlin.

Unsere Beratungen sind kostenlos, freiwillig und auf Wunsch anonym

Adresse

Kopernikusstr. 23
10245 Berlin
Deutschland

Träger
ARIBA e.V. - Antirassistische intersektionale Bildungsarbeit
Telefon
+49 30 695 683 39

SOLWODI Berlin

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Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel

SOLWODI Berlin ist eine Hilfsorganisation für Migrantinnen und geflüchtete Frauen* in Notsituationen und eine Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel und anderen Formen von frauenspezifischer Gewalt, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen.

Die Zielgruppen der Fachberatungsstelle SOLWODI Berlin sind Betroffene von Menschenhandel und besonders schutzbedürftige Migrantinnen und geflüchtete Frauen* mit dem Schwerpunkt Frauen* aus afrikanischen Herkunftsländern.

Angebote:

  • psychosoziale Beratung und Betreuung
  • Traumafachberatung
Adresse

Kranoldstraße 24
12051 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag von 9:00-17:00 Uhr Freitag von 09:00-12:00 Uhr Terminvereinbarung telefonisch oder per E‑Mail

Träger
SOLWODI Berlin e.V.
Telefon
+49 30 81 00 11 7-0

tatkräftICH – Empowerment und Gewaltprävention für Frauen mit Migrationsgeschichte

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BBF - Begegnungs- und Bildungszentrum für Frauen und Familien

Das Projekt schafft einen geschützten, empowernden Raum für Frauen mit Migrationsgeschichte, die von (häuslicher) Gewalt betroffen sind. Ziel ist es, diesen Frauen durch kultur- und religionssensible Beratung, Gruppenangebote und digitale Informationsformate niedrigschwellige Unterstützung anzubieten, damit sie ihre Rechte kennenlernen und Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Dies ist vor allem relevant, um langfristig Wege aus der Gewalt zu finden!

Angebote:

  • Beratungen:

    Frauen mit Migrationsgeschichte erhalten einen mehrsprachigen, kultur- und religionssensiblen Beratungsrahmen, vor Ort im BBF e.V. Beratungsraum
  • Workshops:

    In modular aufgebauten Workshops zu Resilienz und Selbstwert, Schutzrechte und Gewaltprävention, Demokratie, Teilhabe und Beruf erwerben die Teilnehmerinnen Kenntnisse zu Gewaltformen, Schutzrechten, Resilienzstrategien und Partizipationsmöglichkeiten.
  • Frauencafés:

    Die monatlich stattfindenden Frauencafés, moderiert durch Fachkräfte mit kultur- und religionssensibler Ausrichtung, ermöglichen einen geschützten Raum für Austausch, Stärkung und informelle Beratung.
Adresse

Kaiser-Friedrich-Straße 21
10585 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Bürozeiten 10 bis 15 Uhr, Termine nach telefonischer Vereinbarung oder per Email

Träger
BBF - Begegnungs- und Bildungszentrum für Frauen und Familien e.V.
Telefon
+49 30 3032 3320 ; Mobil +49 155 63 182 551

TIO - Beratungsstelle

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Beratungsstelle für Frauen mit Migrationshintergrund

Beratung in (fast) allen Lebenslagen richten sich an erwachsene Frauen mit Migrationshintergrund.

  • Anti-Gewalt-Beratung
  • Sozialberatung
  • psychosoziale Beratung
  • Informationen zu Rechtsfragen
  • Informationsveranstaltungen
  • Offene Gruppenarbeit
Adresse

Köpenicker Str. 9 b
10997 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Dienstag und Donnerstag 10-18
Mittwoch und Freitag 09-17

Träger
TIO e.V.
Telefon
+49 30 612 20 50

Türkischer Frauenverein Berlin

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Allgemeine soziale und psychosoziale Beratung für Frauen und Mädchen

Beratung für Mädchen und Frauen zu den Themen:

  • Familie, partnerschaftliche Konflikte und Kindererziehung
  • Schwangerschafts- und Familienplanung
  • Häusliche Gewalt
  • Trennungs- und Scheidungssituationen
  • Beruf, Schulung und Ausbildung
  • Sozialhilfe, Arbeitslosigkeit sowie andere rechtliche Themen
  • Wirtschaftliche Fragen / Verschuldung
  • Älter werden
  • Gesundheit
Adresse

Jahnstraße 3
10967 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Die persönlichen Beratungen finden nur mit vorheriger Terminvereinbarung.
Telefonisch erreichbar:
Montag, Dienstag und Donnerstag von 10:00 - 13:00 und 14:00 - 17:00 Uhr

Träger
Türkischer Frauenverein Berlin e.V.
Telefon
+49 30 692 39 56

Xochicuicatl

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Lateinamerikanischer Frauenverein

Wir fördern seit 1992 die Selbstbestimmung und Partizipation von Frauen mit Migrationsgeschichte.

Angebote sind:

  • Soziale Beratung
  • Psychosoziale Beratung
  • Rechtsberatung
  • Beratung in Fällen häuslicher Gewalt
  • Familienberatung
  • Berufsberatung
  • Div. Kurse und Informationsverantaltungen
  • Bibliothek
  • ökologische Angebote
Adresse

Winsstraße 58
10405 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10:00-16:00 Uhr,
(Beratungen nur nach Terminvereinbarung)

Träger
Xochicuicatl e.V.
Telefon
+49 30 278 632 9