Diskriminierung in Kita und Schule

Auch in Kitas und Schulen kann Diskriminierung vorkommen, zum Beispiel durch Vorurteile, Ausgrenzung oder ungleiche Behandlung. Dabei sollen Kitas und Schulen Orte sein, an denen alle Kinder und Jugendlichen gleichberechtigt lernen und sich entwickeln können. Deshalb gibt es auch hier Schutzrechte und Unterstützungsangebote.

Welche Rechte haben Kinder, Jugendliche und Eltern?

  • Grundgesetz (Art. 3): Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich – auch Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen.
  • Schulgesetz: Kinder und Jugendliche haben das Recht, in der Schule ohne Diskriminierung zu lernen.
    Dieses Recht steht im Berliner Schulgesetz (§ 2 SchulG Berlin). Das bedeutet: Kitas und Schulen müssen darauf achten, dass alle Kinder und Jugendlichen fair behandelt werden. Niemand darf zum Beispiel wegen Herkunft, Religion, Sprache, Behinderung, Geschlecht oder aus anderen Gründen benachteiligt werden. Wenn es zu Mobbing oder Diskriminierung kommt, müssen Schule oder Kita die Situation ernst nehmen. Sie müssen Beschwerden prüfen und versuchen, eine Lösung zu finden. Dabei sollen sie die betroffenen Kinder und Jugendlichen schützen.

Welche Beispiele für Diskriminierung gibt es?

  • Kinder und Jugendliche werden wegen ihrer Herkunft, Sprache, Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität oder einer Behinderung benachteiligt.
  • Sie erleben abwertende Kommentare, Ausgrenzung oder bekommen weniger Unterstützung von Lehrern oder Erziehern.
  • Noten sind nicht immer fair, wenn Vorurteile eine Rolle spielen.
  • Kinder mit Behinderung können nicht überall mitmachen oder werden nicht ausreichend unterstützt.
  • Sprachbarrieren werden nicht berücksichtigt und führen zu Nachteilen.
Unterschriebene Personen auf dem Bild

Wo bekomme ich Hilfe bei Diskriminierung?

Bei der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung findest du die richtige Beratungsstelle.

Nutze die Suche

Was kann ich oder mein Kind tun, wenn Diskriminierung auftritt?

  • Situation dokumentieren: Notiere Datum, Ort, beteiligte Personen, Ablauf und Zeugen, wenn möglich.
  • Gespräch suchen: Spreche mit Lehrkräften, Kita-Leitung oder Vertrauenspersonen über das Erlebte.
  • Externe Beratung einholen: Eine unabhängige Beratungsstelle kann dich unterstützen, begleiten und weitere Schritte klären.
  • Beschwerde einleiten: Nutze das schulische Beschwerdemanagement, die Elternvertretung oder Schulaufsicht.
  • Rechtliche Prüfung: In manchen Fällen kann Diskriminierung juristisch relevant werden. Lass dich frühzeitig beraten.

Prüfe deinen Fall bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Mach den Diskriminierungs-Check

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Orte in dieser Karte

Anlauf- und Fachstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen und Kitas in Lichtenberg

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AuF Lichtenberg

Zu den Angeboten der Anlauf- und Fachstelle gehören Beratung und Begleitung von Diskriminierungs- und Rassismuserfahrenen sowie die Qualifizierung des pädagogischen Personals in Bildungseinrichtungen des Bezirks. Dies geschieht auch in Kooperation mit der Regionalen Fortbildung.

Adresse

Boyenstraße 41
10115 Berlin
Deutschland

Öffnungszeiten

Termine nach Vereinbarung

Träger
Regionale Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V.
Telefon
+49 160 96740429

Anlauf- und Fachstelle für Diskriminierungsschutz an Schulen und Kitas - AuF-FK

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in Friedrichshain-Kreuzberg

Aufgaben der Anlauf- und Fachstelle / Antidiskriminierungsstelle:

Beratung:

  • Beratung und Verweisberatung von Menschen, die Diskriminierung im Bildungssystem erfahren
  • Diskriminierungs- und rassismuskritische Fachberatung

Gesprächsangebote:

  • Gesprächsangebote zur Prävention, Aufklärung, Intervention mit Beteiligten von Bildungseinrichtungen.

Dokumentation:

  • Entgegennahme und Dokumentation von Diskriminierungsvorfällen in Schulen, Kita und andere Bildungsinstitutionen (anonym).

Begleitung:

  • Begleitung und Nachsteuerung nach Diskriminierungsvorfällen in Schulen und Kita und weiteren Bildungseinrichtungen.

Fortbildungen:

  • Konzipierung und Durchführung von thematischen Fortbildungen sowie von Austausch- und Reflexionsrunden (in Kooperation mit der Werkstatt).

Dokumentation:

  • Entgegennahme und Dokumentation von Diskriminierungsvorfällen in Schulen, Kita und andere Bildungsinstitutionen (anonym).

Netzwerkarbeit:

  • Initiierung und Beteiligung an Netzwerkarbeit mit einschlägigen Stellen und mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen aus dem Bereich Antidiskriminierungsarbeit.
Adresse

Adalbertstr. 23B
10997 Berlin
Deutschland

Träger
RAA Berlin e.V.
Telefon
+49 170 682 9994
Kinder vor Diskriminierung schützen!

KiDs ist ein Projekt des Instituts Kinderwelten für diskriminierungskritische Bildung e.V.

KiDs bietet in Berlin Beratung und Begleitung in Diskriminierungsfällen an, die Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren betreffen.

KiDs berät dabei zu allen Lebensbereichen, in welchen Kinder von Diskriminierungen betroffen sein können, wie z.B.:

  • Kindertageseinrichtungen
  • Übergang Kita – Schule
  • Grundschule
  • Hort-/Ganztagsbetreuung,
  • Freizeit- und Sportangebote
  • Ämter und Behörden
  • Gesundheitsversorgung/-angebote

    …und zu vielen weiteren Lebensbereichen.

Das Beratungsangebot richtet sich u.a. an erwachsene Personen, welche die Verantwortung übernommen haben, Kinder vor Diskriminierung schützen – also Eltern und Sorgeberechtigte, Bezugspersonen, Erzieher_innen, Lehrer_innen und weitere pädagogische Fachkräfte.

Adresse

Naunynstr. 64
10997 Berlin
Deutschland

Träger
Institut Kinderwelten für diskriminierungskritische Bildung e.V.
Telefon
+49 30 80 20 63 23

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