Ungleiche Behandlung bei Behörden und Ämtern sind nicht erlaubt. Diskriminierende Kontrollen durch Sicherheits- und Ordnungsbehörden sind nicht zulässig. Dazu gehören zum Beispiel die Polizei, die Bundespolizei, das Ordnungsamt oder die Grenzbehörden.
In Berlin gilt das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG), das Schutz speziell im Kontakt mit Behörden bietet.
Welche Gesetze schützen mich?
- Grundgesetz (Art. 3): Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
- Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG, Berlin): Schützt dich vor Diskriminierung durch Berliner Behörden und ermöglicht Beschwerden bei der Ombudsstelle.
Welche Beispiele für Diskriminierung gibt es?
- Ungleiche Behandlung bei Anträgen oder im Kundenkontakt.
- Respektlose Sprache oder Abwertung.
- Polizeikontrollen allein aufgrund von Aussehen oder Herkunft („racial profiling“).
Wo bekomme ich Hilfe bei Diskriminierung?
Bei der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung findest du die richtige Beratungsstelle.
Was ist der Unterschied zwischen Polizei, Bundespolizei, Ordnungsamt und Grenzbehörden?
- Polizei: Die Polizei ist für Sicherheit im Alltag zuständig.
Sie gehört meist zu den einzelnen Bundesländern (z. B. Polizei Berlin). - Bundespolizei: Die Bundespolizei ist eine spezielle Polizei für ganz Deutschland (Bund). Sie ist vor allem an Bahnhöfen, in Zügen, an Flughäfen und an den Grenzen zuständig.
- Ordnungsamt: Das Ordnungsamt gehört zur Stadt. Es kümmert sich um Regeln im Alltag, zum Beispiel beim Parken oder bei Lärm. Es ist keine Polizei.
- Grenzbehörden: Die Grenzbehörden kontrollieren, wer ins Land einreist oder es verlässt. Dazu gehören zum Beispiel die Bundespolizei und der Zoll.
Alle diese Stellen sind Behörden. Das heißt: Sie müssen sich an Gesetze halten und Menschen fair behandeln.
Was kann ich tun, wenn ich benachteiligt werde?
Wenn du Unterstützung brauchst, wende dich an eine Beratungsstelle oder eine:n Anwält:in. So kannst du dabei vorgehen:
- Informationen sammeln: Notiere den Vorfall so genau wie möglich (Datum, Ort, beteiligte Personen, Ablauf) und sichere Beweise (z. B. Nachrichten, Fotos, Zeug:innen). [Beispiel Unterlagen]
- Beratungsstelle kontaktieren: Suche eine passende Beratungsstelle (z. B. Antidiskriminierungsberatung) und vereinbare einen Termin – oft geht das telefonisch, per E-Mail oder online.
- Erstberatung nutzen: In einem ersten Gespräch erhältst du eine Einschätzung deiner Situation und Informationen zu deinen Rechten und Möglichkeiten.
- Weitere Schritte klären: Gemeinsam entscheidest du, ob du z. B. eine Beschwerde einreichen, eine Schlichtung anstreben oder rechtliche Schritte einleiten möchtest.
- Rechtliche Unterstützung einholen: Falls nötig, kann dir eine Anwältin oder ein Anwalt helfen, deine Ansprüche durchzusetzen.
Prüfe deinen Fall bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Orte in dieser Karte
Antidiskriminierungsberatung
In Karte anzeigenDie Antidiskriminierungsberatung von Yekmal e.V. Berlin hat die Aufgabe sich für die soziale, rechtliche und politische Gleichbehandlung aller in Berlin lebenden, insbesondere kurdischsprachiger Menschen, einzusetzen.
Sie bietet Hilfestellung bei der Wahrnehmung und Durchsetzung von Rechten. Sie berät und unterstützt hilfesuchende Personen bei Diskriminierung sowohl psychosozial als auch auf Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und Landes Antidiskriminierungsgesetzes (LADG).
Fidicinstraße 3
10965 Berlin
Deutschland
Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
In Karte anzeigenOb bei der Arbeit, bei einer Behörde, bei der Wohnungssuche oder in der Freizeit
– wir unterstützen Sie, wenn Sie diskriminiert werden.
Wir bieten Ihnen Hilfestellung bei der Wahrnehmung und Durchsetzung Ihrer Rechte!
Littenstraße 108
10179 Berlin
Deutschland
Beratungen nach Anmeldung
Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB)
In Karte anzeigenBeratung und Unterstützung von Menschen in Berlin, die rassistische und damit verwobene Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color bzw. Schwarze Menschen, Muslime, Romnja*, Sintezza*, Jüd*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder andere...) durch:
- Informations- und Beratungsgespräch
- Rechtliche Beratung
- Kontaktaufnahme zu Beschuldigten (z.B. Beschwerdebrief)
- Begleitung zu Gesprächen
- Beistand i.S.d. § 23 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
- Vermittlung von Rechtsanwältinnen, Psychologinnen, Ärzt*innen und weitere spezialisierte Beratungsstellen
- Ggf. Einschaltung von Medien und Politik
Die Fachstelle wird von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung über Mittel der Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS) gefördert.
Richard-Sorge-Str. 13
10249 Berlin
Deutschland
Offene Beratung vor Ort: Dienstag 15:00-17:00 Uhr Offene Beratung telefonisch unter +49 157 85106697: Donnerstag 10:00-12:00 Uhr
Der BDB unterstützt und berät kostenfrei Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind.
Je nach Bedarf wendet sich der BDB an Institutionen, schlichtet im Konfliktfall und bietet Möglichkeiten an, Fälle an die Öffentlichkeit zu bringen.
Es wird keine Rechtberatung angeboten, allerdings kann Kontakt zu Anwält:innen oder an spezialisierte Fachberatungsstellen vermittelt werden.
Sprengelstraße 15
13353 Berlin
Deutschland
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag:
11:00–15:00 Uhr
CLAIM
In Karte anzeigenCLAIM unterstützt Verwaltungen und Behörden sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Projekte dabei, notwendige Kompetenzen für das Engagement gegen antimuslimischen Rassismus weiter auszubauen. CLAIM fördert den Fachaustausch und die Zusammenarbeit relevanter Akteure im Themenfeld und vertritt deren Anliegen gegenüber staatlichen und politischen Gremien.
Die thematischen Arbeitsschwerpunkte von CLAIM lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Verbesserung der Datenlage zu antimuslimisch motivierten Übergriffen und Diskriminierung,
- Schaffung wissenschaftlicher und praxisbezogener Impulse durch Publikationen, Konferenzen und thematische Arbeitsgruppen,
- Öffentliche Sensibilisierung und Schaffung von Sichtbarkeit für die Problematik von antimuslimischem Rassismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit durch Kampagnen und weitere kommunikative Maßnahmen,
- Schaffung effektiver Strukturen für fachlichen Austausch und Kooperation in Deutschland und Europa,
- Stärkung der Position von Betroffenen und von Akteurinnen der Zivilgesellschaft gegenüber politischen Entscheidungsträgerinnen.
Friedrichstraße 206
10969 Berlin
Deutschland
DOSTA/MIA Berlin
In Karte anzeigenDas Projekt erfasst systematisch antiziganistisch motivierte Vorfälle in Berlin (bezirksübergreifend) und stärkt die Betroffene der Diskriminierung.
Die Dokumentation erfolgt anonym und vertraulich.
Wir bieten kostenlose Erstberatung, Aufklärungsarbeit über Handlungsmöglichkeiten, bei Bedarf Begleitung zu Beratungsinstanzen sowie Empowermentarbeit. Für die Aufnahme und Bearbeitung der Fälle benötigen wir Ihre Unterstützung! Bitte melden Sie uns, wenn Sie einen antiziganistischen Vorfall erlebt oder bezeugt haben.
Einige Beispiele sind mehrsprachig hier zu finden:
https://youtube.com/playlist?list=PL9SqLakAk26Gr7xNbFRA6d3sM6flgcnkc
Obentrautstraße 55
10963 Berlin
Deutschland
[DeepL:] Mo/Do 9-16 Uhr
Di 9-14 Uhr
Mi 12-18 Uhr
Each One Teach One (EOTO)
In Karte anzeigenErst- und Verweisberatung für Schwarze, afrikanische und afrodiasporische Menschen in Berlin in allen Fällen von Diskriminierung an:
- bei der Suche nach Arbeit oder Wohnung,
- innerhalb des Arbeits- oder Wohnverhältnisses,
- beim Einkaufen oder Abschließen von Verträgen,
- in der Schule - ob als Schülerinnen, Eltern oder Lehrerinnen
- auf der Straße...
Beratungsanfragen bitte per E-Mail stellen!
EOTO ist außerdem Trägerin der Vera-Heyer-Bibliothek und fördert über das Projekt indaba afrikanische und afrodiasporische Literatur.
Kamerunerstraße 16
13351 Berlin
Deutschland
Antidiskriminierungsberatung:
Dienstags 16-18 Uhr und Donnerstags 16-18 Uhr
Jugendsozialberatung:
Dienstags 14-18 Uhr und Donnerstags 16-18 Uhr
(auch per Whatsapp, gerne anrufen, Nachricht und Telefonnr. hinterlassen und wir rufen zurück)
* Individuelle Termine können auch außerhalb der Sprechzeiten vereinbart werden.
GLADT Psychsoziale Beratung
In Karte anzeigenWir arbeiten mit einem Ansatz, der auf Unterstützung auf Augenhöhe beruht. Wir sind selbst Schwarze, Indigene LSBTIQ bzw. LSBTIQ of Color und von weiteren Formen der Diskriminierung betroffen. Wir versuchen durch unsere kostenfreien psychosozialen Beratungsangebote, Menschen zu unterstützen und zu empowern, die Ähnliches erleben. Wir arbeiten anonym, solidarisch und vertraulich. Wir versuchen, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.
Für wen sind wir da?
-LSBTIQ (Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Inter*, Queer), die von Rassismus betroffen sind
-Migrantinnen und/oder geflüchtete LSBTIQ Personen
-Menschen, die Mehrfadiskriminierung erleben (Queeren- und Transfeindlichkeit, Rassismus, Ableism, Sexismus, Religiöse Diskriminierung, Klassismus, Adultismus oder Altersdiskriminierung)
-(Wahl-) Familienangehörige und Freundinnen Schwarzer oder of Color LSBTIQ
Fachkräfte, Multiplikator*innen
-Wir unterstützen parteiisch, solidarisch und vertraulich.
Wir beraten in verschiedenen Sprachen. In unserem Team werden zurzeit folgende Sprachen angeboten: Deutsch, Türkisch, Farsi, Sorani (Kurdisch), Französisch und English.
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Deutschland
dienstags von 13 – 16 Uhr
donnerstags von 13 – 16 Uhr
oder nach Vereinbarung mit Anfrage an info@gladt.de
LesMigraS
In Karte anzeigenWir bieten Beratung für Lesben, bisexuelle Frauen, trans*, inter*, nicht-binäre und queere Menschen an. Wir beraten dich kostenlos, vertraulich und parteilich.
Wir beraten zu den Themen:
- Gewalt
- Diskriminierung
- Gewalt in lesbischen und queeren Beziehungen
- Polizeigewalt
- Flucht und Asyl
- Rechtsberatung zu Asyl, Aufenthalt, binationalen Partnerschaften/Ehen, Familienrecht
Kulmer Straße 20a
10783 Berlin
Deutschland
Montag 11 – 14 Uhr Dienstag 14 – 17 Uhr Mittwoch 10 – 13 Uhr + 14 – 17 Uhr Donnerstag 15 – 18 Uhr
OFEK Berlin
In Karte anzeigenAngebote:
- Beratung und Unterstützung nach antisemitischen Vorfällen
- Stärkende Gruppenberatung – auf Wunsch auch im digitalen Format
- Beratung zu rechtlichen Möglichkeiten im Umgang mit Antisemitismus
- Vermittlung weiterführender Beratung (z.B. Antidiskriminierungsberatung, spezialisierte psychologische Angebote)
- Anlassbezogene Fachberatung der jüdischen Gemeinden sowie Schulen und anderen (ratsuchenden) Einrichtungen
Die Beratung von Jugendlichen und Familien nach Vorfällen in der Schule oder der Hochschule sowie Fachberatung von Lehrkräften und bildungsnahen Akteur:innen stellen einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit dar.
Die Beratung findet telefonisch und auf Wunsch persönlich und/oder digital statt.
OFEK e.V. ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin und bundesweiter Ausrichtung und die erste Fachberatungsstelle in Deutschland, die auf Antisemitismus und Community-basierte Betroffenenberatung spezialisiert ist.
Berlin
Deutschland
Montag 11 – 14 Uhr
Dienstag 11 – 14 Uhr
Mittwoch 11 – 14 Uhr
Donnerstag 15 – 18 Uhr
Freitag 11 – 14 Uhr
Bundesweite Hotline:
+49 800 664 52 68
+49 176 458 755 32
Montag 12 – 14 Uhr
Dienstag 12 – 14 Uhr
Mittwoch 12 – 14 Uhr
Donnerstag 16 – 18 Uhr
Freitag 12 – 14 Uhr
ReachOut
In Karte anzeigenReachOut ist eine Beratungsstelle für Opfer rechter und rassistischer Gewalt in Berlin. Wir unterstützen und beraten auch Angehörige, Freundinnen der Opfer und Zeuginnen eines Angriffs. Folgendes bieten wir an:
- psychosoziale Beratung und emotionale Unterstützung nach einem Angriff
- Vermittlung von therapeutischen Angeboten und weiteren Beratungsstellen, z.B. bei aufenthaltsrechtlichen Problemen
- Entscheidungshilfen und Unterstützung zum weiteren Vorgehen, zu juristischen Möglichkeiten und bei der Suche nach Rechtsanwält*innen
- Beratung über finanzielle Unterstützung (Prozesskostenhilfe, Entschädigungszahlungen etc.)
- Vor- und Nachbereitung von Gerichtsverfahren
- Begleitung zu Polizei, Behörden, Gerichtsterminen, Ärzt*innen
- Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Pressemitteilungen über Angriffe, Veranstaltungen),
- Informationen und Bildungsveranstaltungen zu Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus in Berlin.
Unsere Beratungen sind kostenlos, freiwillig und auf Wunsch anonym
Kopernikusstr. 23
10245 Berlin
Deutschland
Romani Phen
In Karte anzeigenRomaniPhen e.V. ist ein Verein von Romnja* und Sintezzi*.
Wir arbeiten feministisch, rassismuskritisch und empowernd!
Als Selbstorganisation sind wir vornehmlich im Bildungsbereich, in der Wissens- und Kulturproduktion tätig. Wir arbeiten im Bereich der außerschulischen historischen und politischen Bildung, an rassismuskritischen Fortbildungen von Fachkräften und Multiplikatorinnen, an der Erarbeitung und Vermittlung von Bildungsmaterialien.
Wir stellen die feministische Mädchenarbeit, romani bezogene
Veranstaltungen und Vernetzung von Aktivistinnen sowie die Wertschätzung und Verbreitung von romani Wissensbeständen ins Zentrum unserer Arbeit.
Karl-Kunger-Str. 17
12435 Berlin
Deutschland