Diskriminierung kann schon im Bewerbungsverfahren beginnen. Diskriminierung kann sich im Arbeitsalltag fortsetzen – beim Gehalt, bei Beförderungen oder durch Belästigungen. Das ist nicht erlaubt.
Welche Gesetze schützen mich im Arbeitsleben?
- Grundgesetz (Art. 3): Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
- Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Verbietet Benachteiligung bei Bewerbungen, Anstellungen, Beförderungen, Arbeitsbedingungen und Kündigungen.
- Betriebsverfassungsgesetz: Gibt Beschäftigten das Recht, sich beim Betriebsrat zu beschweren.
Welche Beispiele für Diskriminierung gibt es?
- Bewerbungsverfahren: Benachteiligung wegen Name, Herkunft, Geschlecht oder Behinderung.
- Arbeitsalltag: Ungleiche Behandlung beim Gehalt, Beförderungen oder Arbeitsaufgaben.
- Belästigung: Diskriminierende Sprüche, Mobbing oder sexuelle Belästigung.
Wo bekomme ich Hilfe bei Diskriminierung?
Bei der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung findest du die richtige Beratungsstelle.
Was kann ich noch tun, wenn ich diskriminiert werde?
- Sichere Beweise, zum Beispiel Bewerbungsunterlagen, E-Mails, Notizen, Zeugen.
- Reiche eine Beschwerde in deinem Betrieb ein, zum Beispiel bei der Personalstelle oder dem Betriebsrat. In vielen Unternehmen gibt es auch eine AGG Beschwerdestelle.
- Wende dich an eine Beratungsstelle.
- Leite rechtliche Schritte ein – Frist: 2 Monate nach Vorfall (§ 15 Abs. 4 AGG).
Prüfe deinen Fall bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
Orte in dieser Karte
Antidiskriminierungsnetzwerk Berlin (ADNB)
In Karte anzeigenBeratung und Unterstützung von Menschen in Berlin, die rassistische und damit verwobene Diskriminierungserfahrungen machen (People of Color bzw. Schwarze Menschen, Muslime, Romnja*, Sintezza*, Jüd*innen, Menschen mit Migrationsgeschichte und/oder andere...) durch:
- Informations- und Beratungsgespräch
- Rechtliche Beratung
- Kontaktaufnahme zu Beschuldigten (z.B. Beschwerdebrief)
- Begleitung zu Gesprächen
- Beistand i.S.d. § 23 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)
- Vermittlung von Rechtsanwältinnen, Psychologinnen, Ärzt*innen und weitere spezialisierte Beratungsstellen
- Ggf. Einschaltung von Medien und Politik
Die Fachstelle wird von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung über Mittel der Landesstelle für Gleichbehandlung gegen Diskriminierung (LADS) gefördert.
Richard-Sorge-Str. 13
10249 Berlin
Deutschland
Offene Beratung vor Ort: Dienstag 15:00-17:00 Uhr Offene Beratung telefonisch unter +49 157 85106697: Donnerstag 10:00-12:00 Uhr
LesMigraS
In Karte anzeigenWir bieten Beratung für Lesben, bisexuelle Frauen, trans*, inter*, nicht-binäre und queere Menschen an. Wir beraten dich kostenlos, vertraulich und parteilich.
Wir beraten zu den Themen:
- Gewalt
- Diskriminierung
- Gewalt in lesbischen und queeren Beziehungen
- Polizeigewalt
- Flucht und Asyl
- Rechtsberatung zu Asyl, Aufenthalt, binationalen Partnerschaften/Ehen, Familienrecht
Kulmer Straße 20a
10783 Berlin
Deutschland
Montag 11 – 14 Uhr Dienstag 14 – 17 Uhr Mittwoch 10 – 13 Uhr + 14 – 17 Uhr Donnerstag 15 – 18 Uhr
ReachOut
In Karte anzeigenReachOut ist eine Beratungsstelle für Opfer rechter und rassistischer Gewalt in Berlin. Wir unterstützen und beraten auch Angehörige, Freundinnen der Opfer und Zeuginnen eines Angriffs. Folgendes bieten wir an:
- psychosoziale Beratung und emotionale Unterstützung nach einem Angriff
- Vermittlung von therapeutischen Angeboten und weiteren Beratungsstellen, z.B. bei aufenthaltsrechtlichen Problemen
- Entscheidungshilfen und Unterstützung zum weiteren Vorgehen, zu juristischen Möglichkeiten und bei der Suche nach Rechtsanwält*innen
- Beratung über finanzielle Unterstützung (Prozesskostenhilfe, Entschädigungszahlungen etc.)
- Vor- und Nachbereitung von Gerichtsverfahren
- Begleitung zu Polizei, Behörden, Gerichtsterminen, Ärzt*innen
- Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Pressemitteilungen über Angriffe, Veranstaltungen),
- Informationen und Bildungsveranstaltungen zu Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus in Berlin.
Unsere Beratungen sind kostenlos, freiwillig und auf Wunsch anonym
Kopernikusstr. 23
10245 Berlin
Deutschland
Romani Phen
In Karte anzeigenRomaniPhen e.V. ist ein Verein von Romnja* und Sintezzi*.
Wir arbeiten feministisch, rassismuskritisch und empowernd!
Als Selbstorganisation sind wir vornehmlich im Bildungsbereich, in der Wissens- und Kulturproduktion tätig. Wir arbeiten im Bereich der außerschulischen historischen und politischen Bildung, an rassismuskritischen Fortbildungen von Fachkräften und Multiplikatorinnen, an der Erarbeitung und Vermittlung von Bildungsmaterialien.
Wir stellen die feministische Mädchenarbeit, romani bezogene
Veranstaltungen und Vernetzung von Aktivistinnen sowie die Wertschätzung und Verbreitung von romani Wissensbeständen ins Zentrum unserer Arbeit.
Karl-Kunger-Str. 17
12435 Berlin
Deutschland