Schutz gegen Gewalt

Es ist dein Recht, ohne Gewalt zu leben. Gewaltschutz bedeutet: du kannst Hilfe und Schutz vom Staat bekommen, wenn dich jemand bedroht, verletzt oder verfolgt. Außerdem gibt es Beratungsstellen und Projekte, die vom Staat finanziert werden, um Menschen bei Gewalterfahrungen zu unterstützen.

Welche Formen von Gewalt gibt es, und wie kann ich sie erkennen?

    Gewalt ist nicht immer sofort erkennbar. Darum ist es wichtig, die Zeichen zu kennen. So merkst du schneller, wenn du Hilfe brauchst. Oft treten mehrere Gewaltformen gleichzeitig auf und lassen sich nicht immer klar voneinander trennen. Hier findest du Beispiele für Situationen, in denen Gewalt passiert.

  • Körperliche Gewalt

    Körperliche Gewalt ist, wenn eine Person deinen Körper verletzt oder dich an der Bewegung hindert, zum Beispiel:

    • Eine Person schlägt, stößt oder tritt dich
    • Eine Person hält dich am Hals fest und nimmt dir die Luft weg
    • Eine Person hält dich fest, damit du dich nicht bewegen kannst
    • Eine Person wirft Gegenstände nach dir oder verletzt dich durch „Unfälle“, die keine Unfälle sind
    • Eine Person verschließt Räume und verhindert, dass du die Wohnung verlässt
    • Eine Person hindert dich daran, medizinische Hilfe zu holen
  • Psyschische / emotionale Gewalt

    Psychische Gewalt greift deine Gefühle, dein Selbstwertgefühl oder deine seelische Stabilität an, zum Beispiel:

    • Eine Person beleidigt dich, beschämt dich oder schreit dich regelmäßig an
    • Eine Person kritisiert deine Sprache, Herkunft oder Religion und macht dich klein
    • Eine Person nutzt deinen unsicheren Aufenthalt aus, um dir Angst zu machen (zum Beispiel durch die Drohung, dich anzuzeigen) oder dich zu Handlungen zu zwingen
    • Eine Person kontrolliert deinen Tagesablauf: Schlafzeiten, Kleidung, Kontakte...
    • Eine Person ignoriert dich absichtlich über längere Zeit, um dich zu bestrafen („Silent Treatment“)
    • Eine Person gibt dir die Schuld an der Gewalt, obwohl du Opfer davon bist (Schuldumkehr)
    • Eine Person verdreht die Wahrheit immer wieder. Dadurch zweifelst du an deiner Wahrnehmung („Gaslighting)
       
  • Sexuelle Gewalt und Missbrauch

    Sexuelle Gewalt ist, wenn eine Person dich zu sexuellen Handlungen zwingt, zum Beispiel:

    • Eine Person zwingt dich zu Sex oder berührt dich gegen deinen Willen
    • Eine Person nutzt Angst, Druck oder Abhängigkeit aus, um Sex von dir zu verlangen
    • Eine Person respektiert dein Nein nicht und drängt dich so lange, bis du nachgibst
    • Eine Person droht, intime Fotos oder Informationen über dich zu veröffentlichen
    • Eine Person verlangt Sex als Gegenleistung für Geld, Unterkunft oder Aufenthalt
    • Eine Person zwingt dich zu Verhütung oder verbietet sie dir
  • Wirtschaftliche / finanzielle Gewalt

    Finanzielle Gewalt macht dich abhängig oder kontrolliert deine Lebensgrundlage, zum Beispiel:

    • Eine Person nimmt dir Geld, Bankkarte oder wichtige Dokumente weg
    • Eine Person verbietet dir, zu arbeiten oder ein eigenes Konto zu haben
    • Eine Person gibt dir kein Geld für Essen oder andere wichtige Dinge
    • Eine Person macht Schulden auf deinen Namen
    • Eine Person droht dir mit Geld, Aufenthalt oder Abhängigkeit, um dich zu kontrollieren
  • Digitale Gewalt

    Digitale Gewalt nutzt Technik, um dich zu kontrollieren oder zu bedrohen, zum Beispiel:

    • Eine Person liest deine Nachrichten oder verlangt deine Passwörter
    • Eine Person verfolgt deinen Standort über Apps. Warnsignale können sein: eine andere Person weiß sehr viel über deine Nachrichten, Termine oder deinen Standort
    • Eine Person belästigt dich, indem sie dir ständig Nachrichten schickt, um dich unter Druck zu setzen. Zum Beispiel, sie fragt ständig nach oder löst bei dir Schuldgefühle aus
    • Eine Person veröffentlicht private Fotos, zum Beispiel in sozialen Medien, oder droht mit Veröffentlichung
    • Eine Person sperrt dich aus E-Mail-Konten, sozialen Medien oder Cloud-Speichern aus
    • Eine Person veröffentlicht persönliche Informationen über dich im Internet, ohne deine Erlaubnis („Doxing“)
    • Eine Person schreibt abwertende, beleidigende oder diskriminierende Aussagen über dich, häufig als anonyme Kommentare oder Posts in sozialen Medien („Hate Speech“). Ein zentrales Warnsignal ist, wenn man das eigene Onlineverhalten stark einschränkt, weil man befürchtet, bloßgestellt zu werden
    • Eine Person stiehlt deine „Online-Identität“, um deine persönlichen Konten zu nutzen, zum Beispiel dein Online-Banking oder soziale Medien
  • Soziale Gewalt

    Soziale Gewalt trennt dich von deinem Umfeld, zum Beispiel:

    • Eine Person verbietet dir, Freund:innen oder Verwandte zu treffen
    • Eine Person begleitet dich überall und lässt dich nie allein sprechen
    • Eine Person verhindert, dass du Sprachkurse oder Beratung wahrnimmst
    • Eine Person sagt anderen falsche Dinge, um dich zu isolieren
    • Eine Person verbietet dir religiöse, kulturelle oder soziale Aktivitäten. Ein zentrales Warnsignal ist, wenn man sich ständig rechtfertigt oder Situationen vermeidet, um „keinen Ärger“ auszulösen
  • Häusliche Gewalt

    Häusliche Gewalt umfasst alle Gewaltformen innerhalb von Beziehungen oder Familien, zum Beispiel:

    • Ein:e Partner:in schlägt dich
    • Ein Familienmitglied bedroht dich, weil du andere Entscheidungen treffen willst
    • Ein:e Partner:in kontrolliert dein Geld, Handy und soziale Kontakte
    • Eine Person zerstört Dokumente, damit du die Wohnung nicht verlassen kannst
    • Gewalt, zum Beispiel körperlich oder emotional, passiert vor oder gegen deine Kinder
  • Androhung von Gewalt

    Drohungen sind selbst Gewalt. Sie schüchtern ein und zielen darauf ab, Kontrolle über die betroffene Person zu gewinnen, zum Beispiel:

    • „Wenn du gehst, tue ich dir etwas an.“
    • „Ich nehme dir die Kinder weg.“
    • „Ich melde dich bei der Ausländerbehörde .“
    • „Ich sage deiner Familie alles über dich.“
    • „Ich verletze mich, wenn du Schluss machst.“

Wie trifft Gewalt unterschiedliche Menschen?

    Manchmal wirst du angegriffen, weil andere dich zu einer bestimmten Gruppe zählen. Das kann zum Beispiel mit Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung zusammenhängen. So wollen sie Macht über dich haben. Oft wollen sie verhindern, dass du Hilfe bekommst. Hier findest du Informationen dazu, wie diese Muster aussehen können.

  • Gewalt gegen Frauen

    Gewalt häufig, aber nicht ausschließlich, im nahen Umfeld, besonders in aktuellen oder früheren Partnerschaften. Häufig folgt Gewalt einem Muster von „Macht und Kontrolle“, bei dem Kontrolle früh beginnt und Übergriffe mit der Zeit eskalieren können. Die Gefahr ist oft besonders groß, wenn eine Frau sich trennen will. Dann eskaliert die Gewalt oft. Auch im Internet gibt es Formen von Gewalt die Frauen besonders betreffen, zum Beispiel Cyberstalking oder gefälschte Bilder („Deepfakes“).

  • Gewalt gegen LSBTIQ+-Personen

    Gewalt gegen LSBTIQ+-Personen geschieht oft aus Hass gegen die sexuelle Orientierung oder die geschlechtliche Identität (Gewalt wegen Hass). Besondere Gefahren sind Drohungen mit einem Zwangs-Outing oder der Druck zu sogenannten „Konversions-Therapien“. Auch schwere Formen wie „korrektive Vergewaltigungen“ oder Gewalt im medizinischen Bereich – zum Beispiel die Verweigerung einer notwendigen Behandlung – sind spezifische Risiken für diese Gruppe.

  • Rassistische Gewalt

    Diese Gewalt richtet sich gegen die Herkunft, Religion oder das Aussehen eines Menschen und geschieht oft im öffentlichen Raum oder im Internet (Hassnachrichten). Die Angriffe richten sich nicht nur gegen eine Person, sondern gegen alles, wofür sie steht – zum Beispiel ihre Kultur oder ihren Glauben. Eine Besonderheit ist die psychische Belastung durch die ständige Botschaft „Du gehörst nicht dazu“, was dazu führt, dass Betroffene bestimmte Orte aus Angst meiden. Oft führt das dazu, dass sich Betroffene an öffentlichen Orten nicht mehr sicher fühlen oder Angst haben, Hilfe zu suchen.

  • Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

    Kinder und Jugendliche erleben körperliche oder psychische Gewalt oft in der Familie oder in Institutionen wie Schulen und Heimen. Eine Besonderheit ist die sexualisierte Gewalt, die häufig online beginnt und mit dem Zwang zu Geheimnissen oder Erpressung verbunden ist. Im digitalen Raum ist zudem Cybermobbing ein großes Problem, das zu sozialem Ausschluss führen kann.

  • Gewalt gegen Personen mit Behinderung

    Gewalt gegen Menschen mit Behinderung findet oft in Pflege- oder Betreuungs-Situationen statt. Das Besondere ist die große Abhängigkeit: Täter:innen nutzen ihre Rolle als Helfer aus, um Macht auszuüben, zum Beispiel durch absichtlich grobe Pflege oder Zwangs-Medikation. Häufig wird über den Kopf der Betroffenen hinweg entschieden (Fremdbestimmung) oder der Zugang zu wichtigen Hilfsmitteln und Kommunikation kontrolliert.

  • Gewalt gegen ältere Personen

    Gewalt gegen ältere Menschen passiert meistens in der Familie oder bei der Pflege. Oft geht es um Geld: Die Person wird gedrängt, ihr Erbe oder ihr Konto abzugeben. Ein anderes großes Problem ist, dass die Person nicht gut versorgt wird – zum Beispiel bekommt sie nicht genug zu essen oder keine Hilfe beim Waschen. Täterinnen drohen auch oft: „Wenn du nicht machst, was ich will, kommst du ins Heim.“

Wichtig

Auch wenn Kinder die Gewalt nicht direkt gegen sich selbst erfahren, wenn sie Gewalt an anderen mitbekommen, erleben sie das wie eigene Gewalt. Das macht Kindern große Angst, bedeutet Dauerstress und kann ihrer Entwicklung schwer schaden. Ein zentrales Warnsignal ist, wenn sie aus Angst ihr Verhalten plötzlich stark verändern oder Geheimnisse bewahren müssen.

Was kann ich im Notfall in Berlin sofort tun?

  • Wenn du akut in Gefahr bist und sofort Schutz brauchst

    Rufe die Polizei (24/7): 110 

    Die Polizei kann Schritte einleiten, um dich sofort zu schützen. Sie kann die Person, die dir Gewalt angetan hat, der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot oder Betretungsverbot anordnen. Sie kann auch eine Strafanzeige erstellen und Hinweise geben, was die nächsten Schritte sind. 
    Die Polizei kann den/die Täter:in warnen oder verbieten, dich zu kontaktieren. Im Notfall kann die Polizei den Täter sogar für kurze Zeit einsperren, damit du sicher bist. 

    Rufe den Rettungsdienst / Feuerwehr (24/7): 112 

    Der Rettungsdienst und die Feuerwehr können sofort medizinisch helfen. Sie versorgen akute Verletzungen, leisten Notfallhilfe und bringen dich bei Bedarf ins Krankenhaus. 

    Rufe den Berliner Krisendienst (24/7):030 390 63 00  

    Der Berliner Krisendienst bietet mehrsprachige Unterstützung und sofortige psychologische Krisenhilfe an.

  • Wenn du medizinische Hilfe brauchst oder Gewalt dokumentieren willst

    Krankenhäuser / Notaufnahmen

    Bei allen Krankenhäusern und Notaufnahmen erhältst du sofort medizinische Versorgung. Das Krankenhaus kann, wenn du einverstanden bist, Verletzungen dokumentieren.

    Krankheit und Unfall

    Gewaltschutzambulanz der Charité: 030 450 570 270

    Die Gewaltschutzambulanz der Charité kann deine Verletzungen untersuchen und vertraulich dokumentieren. Du kannst dort auf Deutsch und Englisch kommunizieren, und die Charité kann auch eine Sprachmittlung organisieren. Sie sind unter der Woche erreichbar.

  • Notfallangebote für bestimmten Gruppen

    Spezielle Hilfsangebote für Frauen und FLINTA*

    • Rufe Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (24/7): 116 016 
      Das Hilfetelefon bietet anonyme, kostenfreie Krisenberatung an, auch mehrsprachig.
    • Rufe BIG Hotline (24/7): 030 611 03 00
      Die BIG Hotline bietet anonyme und mehrsprachige Beratung an, wenn du Unterstützung gegen häusliche Gewalt brauchst. Du kannst dich auch melden, wenn du unsicher bist, was du tun sollst. Über die BIG Hotline können Frauen und ihre Kinder einen Platz in einem Frauenhaus bekommen, wenn sie in ihrem Zuhause von Gewalt bedroht sind und sich nicht sicher fühlen. Ein Frauenhaus ist ein geschützter Ort für Frauen und ihre Kinder, wenn sie zu Hause nicht sicher sind. Die Adresse des Frauenhauses ist geheim, damit der gewalttätige Partner die Frauen dort nicht finden kann.

    Spezielle Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche

    • Rufe Hotline Kindernotdienst (24/7): 030 6100 61
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Kinder bis 13 Jahre alt an, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind. 
    • Rufe Hotline Jugendnotdienst (24/7): 030 6100 62
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Jugendliche an, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind. 
    • Rufe Hotline Mädchennotdienst (24/7): 030 6100 63
      Diese Hotline bietet Soforthilfe für Mädchen an, junge Frauen FLINTA* zwischen 12 und 20 Jahre alt, die in akuten Krisen- und Gewaltsituationen sind.
    • Rufe Hotline Kinderschutz (24/7): 030 6100 66
      Diese Hotline ist für alle Menschen da, die sich Sorgen um Kinder oder Jugendliche machen.

Wie kann ich Gewalt richtig dokumentieren?

Wenn du Gewalt erlebst, hilft es, Beweise zu sammeln. Das ist wichtig, falls du Hilfe brauchst – zum Beispiel bei der Polizei, beim Gericht oder bei einer Beratungsstelle. Eine gute Dokumentation hilft dir dich zu schützen, zum Beispiel wenn du ein Kontaktverbot beantragen willst. Das kannst du tun:

  • Mach Fotos von Verletzungen oder beschädigten Gegenständen nach dem Vorfall. Dafür ist es wichtig, dass du alle Schmerzen und alle Beschwerden genau beschreibst, die du bemerkst
  • Speichere Chatverläufe, Sprachnachrichten, Anruflisten, Voicemails, Social-Media-Nachrichten, E-Mails, Standortverläufe, Kalendereinträge... die mit der Gewalthandlung zusammenhängen. Lass immer das Datum und Uhrzeit sichtbar
  • Notiere Datum, Uhrzeit und kurze
  • Halte fest, ob es Zeug:innen des Vorfalls gibt, zum Beispiel Nachbar:innen

Die Dokumentation kann gemacht werden, und du entscheidest selbst, ob du (jetzt oder später) eine Strafanzeige bei der Polizei erstatten möchtest.

Wie kann ich mich wehren?

In Deutschland gibt es Gesetze, die dich vor Gewalt schützen. Du hast verschiedene Möglichkeiten aktiv zu werden, zum Beispiel:

  • Du kannst die Polizei kontaktieren. Die Polizei kann den/die Täter:in sofort aus der Wohnung schicken (Wohnungsverweisung). Er/sie muss seinen Schlüssel abgeben und darf meistens 10 bis 14 Tage lang nicht zurückkehren. Bei der Polizei kannst du auch eine Strafanzeige stellen.
  • Du kannst das Jugendamt kontaktieren. Wenn Kinder involviert sind, passt das Jugendamt auf, dass sie sicher sind. In Notfällen können sie Kinder an einem sicheren Ort unterbringen (Inobhutnahme).
  • Du kannst einen Antrag auf Gewaltschutz beim Familiengericht stellen. Die entscheiden sehr schnell (oft innerhalb weniger Tage) über Schutzmaßnahmen, wenn es um einen Notfall geht. Der Antrag auf Gewaltschutz kann Geld kosten, zum Beispiel für das Familiengericht, eine Anwält:in oder für eine Dolmetscher:in. Wenn du das nicht bezahlen kannst, kannst du beim Familiengericht Hilfe beantragen, damit die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden. Das kannst du hier beantragen:

    Prozess- und Verfahrenskostenhilfe beantragen | Serviceportal

  • Du kannst gerichtlichen Schutz auch bekommen, wenn du vorher keine Strafanzeige gemacht hast. Hier findest du alle Informationen rund um das Antragstellung:
    Schutz gegen Gewalt beantragen | Bundesportal

Beratungsstellen, Rechtsanwält:innen oder Organisationen der Opferhilfe oder für bestimmte Gruppen (Frauen und FLINTA*, LSBTIQ+) sind auf solche Situationen spezialisiert. Sie begleiten dich durch den ganzen Ablauf. Du kannst den Antrag zwar allein stellen, aber mit ihrer Hilfe bist du während des Verfahrens nicht allein. Sie beraten dich auch dabei, wenn dein Aufenthalt von der Person abhängig ist, die Gewalt ausübt.

Beratung

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Locations in this map

frauenraum

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Specialist counselling and intervention centre for domestic violence

Women experience physical, sexual and psychological violence in their marriage or partnership. In this private environment, which should convey trust and security, women and children are particularly often exposed to physical and emotional violence.

Fear, shame and feelings of guilt make it difficult to talk about what they have experienced. In this situation we offer women help and support.

Offers

Counselling:

  • by telephone and in person
  • support in clarifying the current situation
  • emotional relief and the opportunity to reflect on one's own situation in peace and quiet

Information and support on:

  • police instruction
  • applications according to the Protection against Violence Act, such as allocation of the home, protection orders
  • filing charges and criminal proceedings
  • legal and financial issues, such as custody and access rights, divorce and alimony law, ALG II, residence rights

Mediation to:

  • women's shelters and refuges
  • authorities and other social or further institutions

The services are free of charge and anonymous, and can also be provided with an interpreter by arrangement.

Address

Torstraße 112
10119 Berlin
Germany

Office Hours

Consulting
Tuesday 12 - 18 h
Thursday 9 a.m. - 3 p.m.
Friday 11 - 14 h

Legal advice
every Tuesday (by appointment only)
16 - 19 h (with child care)

Psychological counselling
by appointment only

Supporting Organisation
Frauen für Frauen in Konflikt- und Gewaltsituationen e.V.
Phone
+49 30 448 45 28

Frauentreffpunkt

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Specialist counselling and intervention centres for domestic violence

Physical and psychological violence against women is often experienced in the supposedly safe home, in marriage and partnership.

Our counselling and support services for women include.

  • Personal or telephone counselling in cases of domestic violence
  • Crisis intervention and safety planning
  • Assistance in finding shelters and other housing options
  • Longer-term, psychosocial counseling and accompaniment
  • Information on police and legal options
  • Information on other counselling options, self-help groups, doctors, therapists, lawyers, etc.
  • Accompaniment and support at appointments in offices and authorities and in the search for housing
  • Advice for professional and private supporters, cooperation and networking
  • Psychologically guided women's group (Tuesdays 16:30 - 18:00),
  • Free legal advice from a lawyer (Mondays or Wednesdays 11:30 - 15:30, by telephone appointment only).
Address

Selchower Straße 11
12049 Berlin
Germany

Office Hours

Monday 10:00 - 17:00
Tuesday and Wednesday 10:00 - 16:00
Thursday 14:00 - 19:00
Consultation appointments by arrangement

Supporting Organisation
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Berlin
Phone
49 30 622 2260 oder +49 30 621 2005

HÎNBÛN

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International Education and Counselling Centre for Women and their Families

HÎNBÛN is a place of intercultural learning, where German women and migrants from different backgrounds practice together, spend their free time and thus come to a better mutual understanding.

HÎNBÛN offers social and legal counseling as well as various educational opportunities for old and young in groups, courses and seminars.

Address

Brunsbütteler Damm 17
13581 Berlin
Germany

Office Hours

Legal advice (every 14 days):
Monday: 17:00 - 19:00 hrs

Social counselling:
Monday 16:00 - 19:00
Wednesday and Friday: 10:00 - 13:00 and by appointment

Supporting Organisation
Evangelischer Kirchenkreis Spandau
Phone
+49 30 336 66 62

LesMigraS

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Lesbian counselling for LGBTIQ refugee

We provide free advice on asylum and residence law issues, dealing with violence and discrimination, accommodation and health. If necessary and in conflict situations, we accompany to offices and accommodations.

Address

Kulmer Straße 20a
10783 Berlin
Germany

Office Hours

Monday, Wednesday and Thursday 14-17.30

Supporting Organisation
Lesbenberatung Berlin e.V. - Ort für Kommunikation, Kultur, Bildung und Information e.V.
Phone
+49 30 21915090

Mädchenberatung

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Wildwasser - Working group against sexual abuse of girls

We provide counseling by appointment:

  • Girls and young women (up to 27 years old) who have experienced sexual violence or feel threatened by it.

    *mothers and other supporting persons

    *professional helpers and assistants

We also inform and advise professional helpers through:

  • information events

    *further training events

    *professional consultations according to §8a SGB VIII

    *case supervision
Address

Petersburger Str. 31
10249 Berlin
Germany

Office Hours

[DeepL:] Mon Tue and Fri10 a.m. to 2 p.m.
Wed14 to 16 o'clock
Thu14 to 18 o'clock

Supporting Organisation
Wildwasser e.V.
Phone
+49 30 282 44 27

Mobile Beratung für geflüchtete Frauen, trans*, inter* und non-binary Personen

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LARA - Specialised Office against Sexualised Violence against Women*

LARA's Mobile Counselling is a free service for refugee women* who are affected by violence.

We advise, accompany and inform impartially and confidentially, regardless of how long ago the act(s) of violence occurred. Even after years, violence

suffered violence can have physical and psychological consequences for the victims. You can contact us if you have been or are still currently a victim of violence.

  • Physical violence (e.g. pushing, hitting, choking, kicking, imprisonment)
  • Sexual violence (obscene jokes and comments, unwanted, touching up to rape)
  • Psychological violence (e.g. threatening, name-calling, blackmailing, controlling, isolating)
  • Human trafficking (you are forced to work against your will).

Mobile counselling takes place

  • in refugee shelters,
  • at the LARA counselling centre
  • or at other places you wish.

You decide where you would like to receive counselling!i

Address

Fuggerstraße 19
10777 Berlin
Germany

Office Hours

Personal and telephone consultation:
Monday to Friday from 9.00 to 18.00 hrs

Supporting Organisation
LARA - Verein gegen sexuelle Gewalt an Frauen* e. V.
Phone
+49 30 - 216 30 23

Onlineberatung SIBEL für Frauen

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Protection and counseling in cases of family violence, forced marriage and abduction.

Protection and assistance for girls and young women with a migration background who have fled their homes due to cultural and family conflicts and are threatened by their families.

The online counseling SIBEL is anonymous, confidential and free of charge.

We offer counseling and help for girls and young women, LGBTI*Q and couples who have problems with their families. We also provide advice to professional and private helpers who want to support those affected. We provide counseling in German, English and Turkish.

In particular, we advise...

  • in case of forced marriage

    *in case of control, threat and violence

    *in case of abduction abroad

    *if you feel different

    LGBTIQ

    *couples who are not allowed to love each other

    *professional and private helpers

Here directly to the online counseling: https://papatya.org/onlineberatung-sibel/

Address

Mindener Str. 14
10589 Berlin
Germany

Supporting Organisation
Papatya
Phone
+493 0 61 00 62

Opferhilfe Berlin

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Counselling centre for victims of crime

*We support victims in finding peace after being a victim of a crime. In our counselling centre, those affected find a pleasant atmosphere and sufficient space to talk about the issues and feelings that move and burden them in connection with the crime they have experienced - regardless of whether it is bullying, a burglary or assault, stalking or domestic violence.

*On this basis, we explain and work out the next steps together with them and support them in implementing their concerns.

Address

Oldenburger Straße 38
10551 Berlin
Germany

Office Hours

Mon. - Fri. 10 - 13 h
Tues. & Thu. 15 - 18 o'clock
and by telephone arrangement

Supporting Organisation
Opferhilfe Berlin e.V.
Phone
+49 30 395 28 67

ReachOut

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Counselling centre for victims of right-wing, racist and anti-Semitic violence

ReachOut is a counselling centre for victims of right-wing, racist and anti-Semitic violence in Berlin. We also support and advise relatives, friends of the victims and witnesses of an attack. We offer the following:

  • psychosocial counselling and emotional support after an attack.
  • referral to therapeutic offers and other counselling centres, e.g. in the case of problems with residence permits
  • decision-making assistance and support in further proceedings, legal options and in the search for lawyers
  • Advice on financial support (legal aid, compensation payments, etc.)
  • Preparation and follow-up of court proceedings
  • Accompaniment to the police, authorities, court appointments, doctors
  • Public relations (e.g. press releases about attacks, events),
  • Information and educational events on racism, right-wing extremism and anti-Semitism in Berlin.

Our consultations are free of charge, voluntary and anonymous upon request.

Address

Kopernikusstr. 23
10245 Berlin
Germany

Supporting Organisation
ARIBA e.V. - Antirassistische intersektionale Bildungsarbeit
Phone
+49 30 695 683 39

SOLWODI Berlin

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Specialist counselling centre for trafficked persons

SOLWODI is a non-partisan and non-denominational aid organisation for migrant and refugee women in emergency situations.

*A specialty counselling centre for victims of human trafficking and other forms of women-specific violence, exploitation and human rights violations.

The target group of the SOLWODI Berlin counselling centre are migrant and refugee women in particular need of protection, with a focus on African women and victims of human trafficking.

Offers:

  • psychosocial counselling and care
  • trauma counselling
Address

Kranoldstraße 24
12051 Berlin
Germany

Office Hours

Monday - Thursday from 9:00-17:00
Friday from 09:00-12:00
Appointment by telephone or e-mail

Supporting Organisation
SOLWODI Berlin e.V.
Phone
+49 30 81 00 11 7-0

tatkräftICH – Empowerment und Gewaltprävention für Frauen mit Migrationsgeschichte

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[DeepL:] BBF Meeting and Education Center for Women and Families

[DeepL:] The project offers a professional and culturally sensitive counseling service for women* and girls* affected by violence with migration and/or refugee experience in Berlin.

The following services are offered as part of the project:

  • First point of contact for domestic violence
  • Women's*café
  • Awareness workshops
Address

Kaiser-Friedrich-Straße 21
10585 Berlin
Germany

Office Hours

[DeepL:] 10 a.m. to 3 p.m.

Supporting Organisation
BBF - Begegnungs- und Bildungszentrum für Frauen und Familien e.V.
Phone
+49 30 3032 3320 ; Mobil +49 155 63 182 551

TIO - Beratungsstelle

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Counselling centre for women with migration background

Counselling in (almost) all life situations are aimed at adult women with a migration background.

  • social counselling
  • psychosocial counselling
  • legal counselling
  • information events
  • group counselling with breakfast
Address

Köpenicker Str. 9 b
10997 Berlin
Germany

Office Hours

[DeepL:] Tuesday and Thursday 10-18
Wednesday and Friday 09-17

Supporting Organisation
TIO e.V.
Phone
+49 30 612 20 50

Türkischer Frauenverein Berlin

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[DeepL:] General social and psychosocial counseling for women and girls

[DeepL:] Counseling for girls and women on the topics:

  • Family, partnership conflicts and child rearing.
  • Pregnancy and family planning
  • Domestic violence
  • Separation and divorce situations
  • Occupation, education and training
  • Social assistance, unemployment and other legal issues
  • Economic issues / indebtedness
  • Aging
  • Health
Address

Jahnstraße 3
10967 Berlin
Germany

Office Hours

[DeepL:] The personal consultations take place only with prior appointment.
Available by phone:
Monday, Tuesday and Thursday from 10:00 - 13:00 and 14:00 - 17:00.

Supporting Organisation
Türkischer Frauenverein Berlin e.V.
Phone
+49 30 692 39 56

Xochicuicatl

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Latin American Women's Association

Xochicuicatl is a non-profit association dedicated to counseling and "empowering" women.

Offers are:

  • Social counseling
  • Psychosocial counselling
  • Legal counselling
  • Counselling in cases of domestic violence
  • Family counselling
  • Vocational counselling
Address

Winsstraße 58
10405 Berlin
Germany

Office Hours

Monday, Tuesday, Thursday, Friday 10:00-16:00,
(consultations by appointment only)

Supporting Organisation
Xochicuicatl e.V.
Phone
+49 30 278 632 9